05.09.2008, 11:13 Uhr
Hans-Peter Zaugg wird nicht bange vor der deutschen Elf. (Foto: imago)Trainer Hans-Peter Zaugg will mit dem Fußball-Zwerg Liechtenstein dem haushohen Favoriten Deutschland das Leben zum Start der WM-Qualifikation so schwer wie möglich machen, bleibt aber auf dem Boden der Tatsachen. "Als Trainer hofft man zwar immer auf eine Überraschung, aber wir müssen schon realistisch bleiben. Deutschland ist ein Topteam, deshalb ist unser Fokus bereits auf das Spiel gegen Aserbaidschan gerichtet. Dort haben wir größere Chancen, etwas zu erreichen", meinte der Ex-Profi von Xamax Neuchatel.
Falls es für das Fürstentum die erwartete Niederlage setzt, lag es sicher nicht am unzureichenden Wissen über die Stärken des Gegners. Schließlich hat Hans-Peter Zaugg die DFB-Auswahl schon als Kind beobachtet.
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"Als ich klein war, wurden im Fernsehen nur die Spiele der deutschen Nationalmannschaft übertragen. Das waren also die einzigen Spiele, die ich verfolgen konnte. Aus diesem Grund habe ich zu Deutschland einen näheren Bezug als zu anderen Ländern - natürlich abgesehen von der Schweiz", erklärte der 55 Jahre alte Schweizer, der im Dezember 2006 seinen Landsmann und früheren Bundesliga-Trainer Martin Andermatt abgelöst hat.
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Sein Wissen über die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes hat Zaugg, der bekennender Fan von Bundesligist 1. FC Köln ist, in der Vergangenheit schon gewinnbringend eingesetzt. Während seiner neun Monate dauernden Amtszeit als Interimscoach der Schweizer Nati trotzte er den Deutschen ein 1:1 ab. Zaugg gibt sich allerdings nicht der Illusion hin, dass seine Mannschaft aus dem rund 35.000 Einwohner zählenden Zwergstaat einen ähnlichen Erfolg feiern wird. Für Zaugg, der als Trainer von Grasshopper Zürich sogar Schweizer Meister wurde, wäre es bereits ein Erfolg, wenn "meine Jungs an ihre Grenzen gehen".
Auch die Ausfälle von Michael Ballack und Torsten Frings stimmen Zaugg, dessen Auswahl in den bisherigen zwei Partien gegen Deutschland zweimal knapp einer zweistelligen Pleite (2:8, 1:9) entgangen ist, nicht zuversichtlicher. "Die Deutschen haben ein Riesenpotenzial. Selbst wenn der eine oder andere Spieler ausfällt, können sie stets ein starkes Team auf den Platz schicken", sagte Zaugg.
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Das Liechtensteiner Team ist auf dem Platz für positive wie auch für negative Überraschungen gut. So schaffte die Landes-Auswahl, die seit dem Jahr 1982 offizielle Länderspiele bestreitet und im Oktober 1998 ihren ersten Sieg feierte (2:1 gegen Aserbaidschan), im Oktober 2004 ein sensationelles 2:2 in der WM-Qualifikation gegen Portugal. Zudem holte das Team in der Qualifikation für die EM 2008 immerhin sieben Punkte aus zwölf Spielen.
"Wir sind nah dran an der europäischen Mittelklasse", glaubt deshalb Verbandspräsident Reinhard Walser. Der Glaube wird aber immer wieder durch blamable Ergebnisse wie etwa zuletzt durch das 1:7 gegen Malta erschüttert. Gegen Deutschland hofft Walser auf ein respektables Abschneiden - er prophezeit einen "knappen Sieg" für die DFB-Elf.
Quelle: sid
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