19.11.2009, 10:43 Uhr
Uruguays Alvaro Fernandez (li.) und Diego Perez (re.) feiern die WM-Teilnahme mit einem Fan (Foto: AP)Uruguay hat das letzte zu vergebende Ticket zur WM 2010 nach Südafrika gelöst. Dank des 1:0-Hinspielsiegs reichte dem Weltmeister von 1930 und 1950 am Mittwoch vor heimischem Publikum im zweiten Relegations-Duell mit Costa Rica ein 1:1 (0:0).
Die Tore in dem mit 65.000 Zuschauern ausverkauftem Centenario-Stadion von Montevideo erzielten Sebastián Abreu (69. Minute) für die Gastgeber und Walter Centeno (74.) für die Gäste. Nach dem Abpfiff brach ein Freudenfest mit Feuerwerk los.
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Uruguay ist nach Brasilien, Paraguay, Chile und Argentinien nicht nur das fünfte und damit letzte südamerikanische Land, das sich für die erste WM-Endrunde auf afrikanischem Boden qualifizierte. Die "Urus" sicherten sich zugleich das 32. und letzte WM-Ticket. Die Hausherren dominierten vor heimischer Kulisse das Match von Anfang an, konnten aber mehrere Torchancen nicht nutzen. Erst nach mehr als einer Stunde traf Abreu zur scheinbar beruhigenden Führung. Doch fast postwendend schaffte Centeno für die Gäste, die bis dahin nur selten vor Uruguays Gehäuse auftauchten, das 1:1. Fast hätte der Favorit nun die Kontrolle über das Spiel verloren, doch er brachte das Ergebnis über die Zeit.
Special
Ebenfalls in der zweiten Halbzeit kam es an der Ersatzbank der Gäste zu Rangeleien und Wortgefechten mit Mitarbeitern des TV-Senders, der das Spiel übertrug. Der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca musste das Spiel daraufhin unterbrechen. Am Schluss mussten die Uruguayer dann noch einmal um ihr WM-Ticket bangen, denn der Unparteiische ließ sieben Minuten nachspielen.
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Die fußballverrückten Costa Ricaner zeigten sich in ersten Reaktionen zutiefst enttäuscht darüber, in Südafrika im kommenden Jahr nicht dabei sein zu dürfen. "Heute wird ein bitteres Kapitel für die 'Ticos' geschlossen", schrieb frustriert ein Leser an die Tageszeitung "La Nación". Die Fehler seien aber schon früher gemacht worden. Er gab damit auch die Meinung vieler anderer Leserbrief-Schreiber zu Protokoll. "Das Spiel wurde im Grunde schon vor langer Zeit verloren und es gab nichts mehr zu tun." Obwohl sie das Hinspiel gegen Uruguay verloren hatten, hatten sich die Mittelamerikaner vor der Entscheidung dennoch Hoffnungen gemacht und von einem "Kampf um Leben und Tod" gesprochen.
Quelle: dpa
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