24.01.2010, 11:43 Uhr
Noch grübelt der Bundestrainer über den endgültigen WM-Kader. (Foto: imago)Wer wird bei der WM 2010 in Südafrika beim ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien das Tor hüten? Joachim Löw hat im Interview mit der "Bild am Sonntag" ungewohnt offen über seine personellen Gedankenspiele geplaudert. Zwar sagte der Bundestrainer, dass es keinen Zeitplan gebe, wann die Nummer eins verkündet wird. Doch der 49-Jährige fügte auch hinzu: "Derjenige, der gegen Argentinien im Tor steht, hat einen Vorteil und Vorsprung – wenn er gut hält in dem Spiel."
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Die drei WM-Tickets für die Torhüter sind nach dem Tod von Robert Enke ohnehin schon vergeben. Tim Wiese, Manuel Neuer und René Adler werden nach Südafrika reisen. "Nur ein rapider Leistungsabfall über eine ganz lange Zeit oder eine Verletzung könnten die Chancen verringern.“ Die besten Chancen im Testspiel gegen Argentinien am 3. März in der Allianz Arena in München im Kasten zu stehen, werden dem Leverkusener Adler eingeräumt.
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Kaum Chancen hat dagegen Bastian Schweinsteiger, auf seiner neuen Lieblingsposition zu spielen. Seit Wochen liefert er beim FC Bayern starke Leistungen im zentralen defensiven Mittelfeld ab. Ich könnte mir das irgendwann mal vorstellen, wenn wir eine Alternative für das rechte offensive Mittelfeld haben“, sieht auch Löw ihn langfristig in dieser Rolle. Aber dem Bundestrainer fehlt noch eine Alternative auf der echten Mittelfeldseite. "Derzeit ist Bastian dort sehr wichtig für uns. Er hat auf dieser Position viele gute Spiele geliefert. Deshalb sehe ich ihn vorerst nicht im Zentrum neben Michael Ballack.“
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Doch Schweinsteiger darf noch hoffen, dass sich bis zur WM noch eine Alternative für die rechte Seite in den Blickpunkt spielt. "Vor allem Thomas Müller und eventuell auch Toni Kroos“, sagt Löw. "Beide sind laufstark, spielen auf taktisch und technisch hohem Niveau. Wir werden beide genau beobachten, ob sie in der Rückrunde umsetzen, was ich mir verspreche.“
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Auch im Angriff scheinen die Tickets bereits vergeben zu sein. Neben den gesetzten Lukas Podolski, Miroslav Klose und Mario Gomez hat sich zuletzt Stefan Kießling in den Notizblock des Bundestrainers gespielt. "Stand heute hat er sehr gute WM-Chancen. Ich messe ihn nicht nur an Toren, sondern auch an seinen spielerischen Fähigkeiten. Er hat sich enorm verbessert, er ist viel selbstbewusster geworden.“
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Dagegen ist für Torsten Frings die Tür definitiv zu. Der Bremer konnte seine Nicht-Nominierung für den Leistungstest nicht nachvollziehen. "Es ist eine grundsätzliche Entscheidung“, sagt Löw bestimmend. "Es ist so, dass ich nicht mehr mit Torsten plane. Einige Spieler stehen vor ihm auf seiner Position als Sechser im Mittelfeld. Spieler wie Khedira, Rolfes, Gentner, Hitzlsperger und auch Schweinsteiger.“
Quelle: t-online.de
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