23.06.2010, 16:38 Uhr | t-online.de
Englands Jermain Defoe jubelt nach seinem Treffer gegen Slowenien. (Foto: Reuters)
England hat den Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen. Das Team von Trainer Fabio Capello feierte im dritten Gruppenspiel gegen Slowenien endlich den ersten Sieg und vermied so das Vorrunden-Aus. Jermain Defoe (23.) traf zum entscheidenden 1:0 (1:0). Die Engländer ziehen als Zweiter hinter den USA ins WM-Achtelfinale ein. Bitter für die Slowenen: Sie sind durch das späte Tor der Amerikaner gegen Algerien raus.
Nach der gescheiterten "Meuterei" von Abwehrchef John Terry gegen Capello besannen sich die Engländer endlich auf ihre fußballerischen Fähigkeiten und spielten nach einer 15-minütigen Anlaufphase druckvoll nach vorne. Frank Lampard gab einen ersten Warnschuss ab (14.), der zweite Versuch von Defoe saß bereits. Nach einer schönen Hereingabe von James Milner überwand der Stürmer Sloweniens Schlussmann Samir Handanovic per Direktabnahme aus Nahdistanz.
Gegen die geschockt wirkenden Slowenen kontrollierte der Favorit, der in den ersten beiden Gruppenspielen enttäuscht hatte, die Partie fortan nach Belieben. Lampard (27.) zielte zunächst zu hoch, dann scheiterten Defoe und Kapitän Steven Gerrard innerhalb weniger Sekunden jeweils am glänzend reagierenden Handanovic. Capello konnte sich zur Halbzeit auf die eigene Schulter klopfen, hatten sich doch seine personellen Wechsel voll ausgezahlt. Die erstmals in der Startelf stehenden Defoe und Milner erwiesen sich als belebendes Element. Dagegen blieb Stürmerstar Wayne Rooney erneut blass und wurde von Capello nach 72 Minuten vom Platz geholt.
Wie Rooney konnten auch die mit den Kölner Bundesliga-Legionären Milivoje Novakovic und Miso Brecko angetretenen Slowenen im ersten Durchgang keine Offensivakzente setzen. David James, der wie schon gegen Algerien das englische Tor hütete, wurde überhaupt nicht gefordert. Keine Mühe mit der einseitigen Partie hatte auch Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Ergolding, der vor dem entscheidenden Tor von Defoe allerdings einen regelwidrigen Trikot-Zupfer des Engländers übersah.
Doppelchance für Slowenien
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Auch nach dem Wechsel blieb der Außenseiter in seinen Ausgleichs-Bemühungen weitgehend harmlos und England am Drücker. Terry scheiterte mit einem Kopfball an Handanovic (57.), 60 Sekunden später traf Rooney in seiner einzigen guten Szene nur den Pfosten. Slowenien wirkte gegen das Star-Ensemble von der Insel fast ein wenig eingeschüchtert, wäre aber beinahe noch zum Ausgleich gekommen. Bei einer Doppel-Chance für Novakovic und Valter Birsa warfen sich jedoch Terry und Glen Johnson dazwischen und sicherten den verdienten Erfolg der Engländer (68.).
Quelle: t-online.de
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