08.07.2010, 16:22 Uhr | dpa
Bastian Schweinsteiger kann es nicht fassen: Spanien ist im Halbfinale der WM zu stark. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Weitere Stimmen im Überblick (hier gibt's weitere und noch mehr):
Land | Zeitung | Schlagzeile |
Polen | Gazeta Wyborcza | "Bei dieser WM läuft alles verkehrt. Die Deutschen werden den besten Eindruck hinterlassen, sie werden aber weder Gold noch Silber gewinnen. (...) Das Schicksal des deutschen Fußballers ist hart, sogar die Teilnahme am Halbfinale ist nichts Besonderes. Jeder (deutsche) Spieler stammt aus einer Großmacht, die nach dem Krieg nur drei Mal früher, im Viertelfinale, aufhören musste." |
Polska | "Drei Polen (Podolski, Klose, Trochowski) haben es nicht geschafft, Vicente del Bosques Künstler in den Griff zu kriegen. (...) Spanien hat den Sieg und Sprung ins Finale verdient, obwohl sie lange mit dem Kopf gegen die Wand wollten. Sie haben aber mehr getan, um dieses Spiel zu gewinnen. Die Deutschen haben auf Gegenangriff gesetzt, den sie in diesem Turnier auf das Niveau der Fußball-Poesie gehoben haben." | |
Przeglad Sportowy | "Dieses Spiel hat Joachim Löw verloren. Er galt bisher als der König der Taktik, hatte aber diesmal Angst, auf die neue deutsche Spielart zu setzen. Vielleicht war das aber seine einzige Chance, vielleicht war der Ausgang dieses Spiels von Anfang an entschieden?" | |
Brasilien | Lance! | "Durch das Auftreten in den vergangenen Spielen und die Schützenfeste gegen England und Argentinien war Deutschland einer der Favoriten. Aber gegenüber einem Spanien, das den Ballbesitz zu seiner stärksten Waffe machte, wurde es total abgebremst. Ein historischer Tag für die Spanier." |
Estado de São Paulo | "Spanien hat sehr reif gespielt gegen Deutschland, das bis gestern die Sensation der WM war. Spanien spielte mit der Überzeugung der Gewinner und kommt mit der Kraft des Giganten auf die letzte Stufe. So wie Holland. Ein adäquates Finale." | |
Folha de São Paulo | "Spanien hat sehr verdient gegen Deutschland gewonnen. Und das 1:0 war wenig für seine Überlegenheit." | |
Uruguay | El Pais | "Deutschland verlor im unpassendsten Augenblick seine Angriffslust. Nach acht Toren in zwei vorangegangenen Spielen setzte die deutsche Mannschaft auf eine viel defensivere Taktik, wartete auf den Gegner und verlor schließlich gegen Spanien. Der atemberaubende und überzeugende Fußball, mit dem Deutschland England 4:1 und Argentinien 4:0 bezwungen hatte, war plötzlich nur eine Erinnerung. Trainer Löw setzte dafür auf eine vorsichtige Taktik - vielleicht aus übergroßem Respekt vor dem Gegner - und überließ die Initiative einem Spanien, dass gerade dann besonders gut ist, wenn es den Ball besitzt. Deutschland litt auch an der Abwesenheit von Thomas Müller." |
Argentinien | Olé | "Der tiefe Fall des Peinigers. Schweinsteiger kämpft mit dem Tintenfisch Paul um den Titel des in Argentinien meistgehassten Teilnehmers dieser WM. Deshalb wird sicher der eine oder andere still gelächelt haben, als er Schweinsteiger nach der deutschen Niederlage mit gesenktem Blick den 'Staub der Niederlage fressen' sah. Bastian Schweinsteiger, der deutsche Mittelfeldspieler, der die Gemüter vor dem Spiel gegen Argentinien mit einem ganzen Schwall an Kritik an Argentinien angeheizt hatte, kehrt mit gebrochenem Herzen nach Deutschland zurück." |
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Quelle: dpa
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