14.01.2010, 09:15 Uhr
Drohen der WM in Südafrika im Sommer leere Stadien? (Foto: imago)Die Tickets für Spiele der deutschen Elf bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika drohen zu Ladenhütern zu verkommen. Die Nachfrage nach den Matches des WM-Dritten von 2006 verläuft nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sehr schleppend. Demnach hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für seine Vorrunden-Spiele gegen Australien, Ghana und Serbien nur um die 1.000 Tickets losgeschlagen.
Dem DFB stehen wie jedem Teilnehmerland bei seinen drei Vorrundenspielen jeweils zwölf Prozent der Tickets zu. Das sind insgesamt fast 21.000 Karten.
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Die Frage nach der bisherigen Resonanz auf seinen Vorverkauf beantwortete der Verband laut "SZ" nicht. "Wir kommentieren keinerlei Zahlen, solange uns noch nichts vorliegt. Wir warten, welche Zahlen uns von der FIFA vorgelegt werden, dann sehen wir weiter", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Auch die Verkäufe in anderen Ländern verlaufen dem Zeitungsbericht zufolge schleppend. Selbst in England heiße es, dass noch Karten aller Kategorien verfügbar seien. Der niederländische Fußballverband KNVB habe beim Weltverband FIFA sogar um eine Verlängerung der Verkaufsfrist angefragt. Zugleich klagten internationale Ticket-Agenten, dass sie auf ihren Kontingenten festsäßen.
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Die FIFA gab mit Verweis "auf den laufenden generellen Verkauf keine präzisen Zahlen" bekannt. Der Fußball-Weltverband hielt aber fest, dass über ihre Internet-Plattform vor allem Interessenten aus England, den USA und Deutschland fleißig anfragen würden. Weiter gab sie bekannt, dass man in dieser Verkaufsphase einen "signifikanten Interessensanstieg" bei den südafrikanischen Fans verzeichnet habe. Die Kartenpreise für die Vorrundenspiele variieren, je nach Kategorie, zwischen 80 und 160 Euro. Für die 64 Spiele der WM stehen 3.044.573 Eintrittskarten zum Verkauf.
Die miesen Zahlen aus Europa sind für Südafrikas WM-Veranstalter nur wenige Tage nach dem blutigen Anschlag beim Afrika Cup in Angola das nächste PR-Desaster. 450.000 WM-Touristen erhoffen sich die stolzen Gastgeber. Zudem hatte Cheforganisator Danny Jordaan erst zum Wochenbeginn nochmals alle Einwohner des Kap-Staates ermuntert, sich Karten für das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli zu kaufen. Gut drei Millionen gibt es insgesamt. Bislang zeigten die eigentlich fußballbegeisterten Südafrikaner wenig Interesse am eigenen Turnier. In den ersten beiden Verkaufsphasen blieben nur 53,6 Prozent der insgesamt 674.403 verkauften Tickets im Land.
Special
Quelle: dpa , sid , AFP , t-online.de
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