23.06.2010, 13:37 Uhr
Ein Kommentar von Oliver Strerath
Strafender Blick: Raymond Domenech verweigerte seinem Kollegen Parreira den Handschlag. (Foto: imago)Es gibt ihn also doch. Den Fußball-Gott. Und er hat im Falle Frankreichs für Gerechtigkeit gesorgt. Denn nachdem sich die Franzosen erst durch ein folgenreiches Handspiel zur WM geschummelt hatten, sorgten höhere Mächte letztlich dafür, dass die Equipe tricolore so schnell wie möglich wieder aus Südafrika abreisen musste. Tief zerstritten und nach einem blamablen Auftritt übrigens.
Kaum hatte sich Frankreich für die WM qualifiziert, traf sie der Zorn des Fußball-Gottes. Rücktrittsforderungen prasselten auf Thierry Henry nieder, der mit einem Handspiel den entscheidenden Treffer in der Relegation gegen Irland vorbereitet hatte. Es folgte das Hostessen-Drama um Franck Ribéry, der sich mit einer Minderjährigen vergnügt haben soll. Verbotenerweise. Die Politik in Paris sprach ein Machtwort und verschob die Klärung des Vorfalls auf die Tage nach der WM. Schließlich sei das Nationaltrikot ein Heiligtum und dürfe nicht beschmutzt werden, hieß es. Aber genau das taten die Franzosen eifrig weiter.
Nach dem Vorrunden-Aus überschüttet die Presse die Equipe Tricolore und Trainer Domenech mit Häme. zum Video
Sie spielten schlecht in Südafrika, meckerten sich gegenseitig an und gingen sogar aufeinander los. Nationaltrainer Raymond Domenech zeigte sich uneinsichtig und ließ die Kritik an seiner Person so Jota um Jota wachsen. Selbst als Nationalstürmer Nicolas Anelka den Coach, dessen Abschied schon vor der WM feststand, aufs Übelste beschimpfte, empfand keiner Mitleid für ihn. Er aber auch kein Verständnis für den Angreifer und schickte ihn nach Hause. Der Fußball-Gott hatte seine Sache also gut gemacht. Zumal er längst nicht fertig war mit seinem Arg gegen die Franzosen. Noch stand das jämmerliche Ausscheiden an.
Die Equipe Tricolore hinterlässt nach der Pleite gegen Südafrika resignierte Anhänger. zum Video
Immerhin gönnte er der Grande Nationen gegen Südafrika den einzigen WM-Treffer. Ein kleiner Lichtblick, den die Obrigkeit den Delinquenten in Blau für den Moment schenkte. Kaum geschehen, sorgte ihr Trainer aber wieder für Schatten: Dass Domenech nach der finalen Partie den Handschlag des südafrikanischen Coaches Parreira verweigerte, passte irgendwie zum gesamten WM-Auftritt der Franzosen. Der Gast, der sich quasi selbst eingeladen hatte, verabschiedete sich also noch nicht einmal.
So, wie sich die Franzosen am Kap vorgestellt haben, wird sie niemand vermissen. Doch nun wissen wir sicher, dass es den Fußball-Gott gibt. Und er wird weiter Gerechtigkeit auf dem grünen Rasen walten lassen. In sechs Jahren steht in Frankreich jedenfalls die Europameisterschaft an. Für dieses Turnier müssen sich die Franzosen – dem Fußball-Gott sei dank - als Gastgeber nicht qualifizieren
matze schrieb:
am 29. Juni 2010 um 19:33:27
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...
Der ganze Artikel an sich ist im Grunde so schlecht, dass es schon fast weh tut. Ich kann sowas auch ehrlich gesagt nicht mehr lesen.
Aber das ist typisch deutsch, sowie sich die Gelegenheit bietet, zeigen wir mit dem Finger auf andere. Nur passiert uns soetwas, dann ist das alles anders und die anderen sind schuld... Einfach nur Kindergarten...
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Tricolore schrieb:
am 29. Juni 2010 um 18:24:02
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@ balabala
Hallo balabala,(Name ist Programm?): 1. Keiner streitet das zweite Tor der Engländer ab! 2. Was eure Equipe abgeliefert hat (und
da meine ich nicht nur das Verhalten auf dem Spielfeld) war gelinde gesagt, eine beschämende Vorstellung. 3. Dieses Recht, euch zu kritisieren (oder auch zu loben), sehe ich als eines meiner Grundrechte an. Genauso wie ihr uns loben oder kritisieren könnt. Nur sollte man dabei sachlich bleiben. Hilft uns allen weiter!
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Tricolore schrieb:
am 29. Juni 2010 um 17:04:48
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(0)
@ balabala
Hallo balabala,(Name ist Programm?): 1. Keiner streitet das zweite Tor der Engländer ab! 2. Was eure Equipe abgeliefert hat (und
da meine ich nicht nur das Verhalten auf dem Spielfeld) war gelinde gesagt, eine beschämende Vorstellung. 3. Dieses Recht, euch zu kritisieren (oder auch zu loben), sehe ich als eines meiner Grundrechte an. Genauso wie ihr uns loben oder kritisieren könnt. Nur sollte man dabei sachlich bleiben. Hilft uns allen weiter!
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