26.09.2008, 08:46 Uhr
UEFA-Präsident Michel Platini (Foto: imago)Noch vor 20 Jahren in Deutschland traf sich nur die Elite, acht Mannschaften. Drei Mal so viele werden ab 2016 in den Genuss eines EM-Endrundenplatzes kommen. So will es die UEFA. Ein sportlicher Kniefall vor den kleineren Verbänden - aber einer mit zwei Seiten. Denn in Wahrheit geht es ums Geld.
Bestes Beispiel dafür ist die kontinuierliche Aufblähung der europäischen Vereinswettbewerbe. 36 Teams bestreiten die Gruppenphase der Champions League. Und der UEFA Cup wird im Sommer 2009 zur Europaliga.
Neuer ModusPlatini spricht sich für eine Aufstockung der EM aus
Diesen Gigantismus zum Wohle der kleineren Verbände auf die EM zu übertragen, ist ein Pyrrhussieg. Einerseits erscheint es angesichts der erlebten Überraschungen der Titelgewinne Dänemarks (1992) und Griechenlands (2004) unnötig, die Aufstockung der Teilnehmerzahl als einen Steigbügelhalter einzubauen. Zur Erinnerung: Deutschland traf in der Vorrunde 2004 auf Lettland. Überraschungen sind noch nie ausgeblieben.
DementiDeutschland nicht Ersatzkandidat für EM 2012
Probleme am BauPolens Stadionchef tritt zurück
Andererseits scheiden die kleineren Verbände mit der sportlichen Aufweichung des Wettbewerbs zu ihren Gunsten gleichzeitig aus dem Rennen ums richtig große Geld aus. Denn nur als Ausrichter würden sie so richtig absahnen. Wie es die UEFA angesichts von 24 Mannschaften umso mehr tut.
Doch ein auf vier Dutzend Teilnehmer, 51 Begegnungen und vier Wochen Laufzeit ausgedehnter Event will auch gestemmt sein. Infrastrukturell und logistisch sind dazu höchstens eine Handvoll UEFA-Mitgliedsverbände in der Lage. Dies belegt nicht zuletzt die noch andauernde Posse um das Ausrichterduo des letzten Wettbewerbs mit 16 Teams im Jahre 2012, Polen und die Ukraine.
WM-QualifikationErgebnisse und Tabellen
Zudem stellt sich angesichts des Aufstockungsbeschlusses der UEFA die Frage, welchen sportlichen Sinn dann eine Qualifikation noch macht, ließe sie doch beinahe die Hälfte der Bewerber durch: 24 von 53. Es scheint der UEFA nicht zu genügen, die Champions League über die Teilnahme der Zweit-, Dritt- und gar Viertplatzierten aus Europas Topligen sportlich zu verwässern. In diesem Fall schauen die per Titelgewinn eigentlich qualifizierten Meister der kleinen Verbände, die auf der EM-Ebene plötzlich gefördert werden sollen, zu einem Gutteil rechtzeitig vor dem Beginn der Gruppenphase in die Röhre. Sie bleiben - von Ausnahmen wie aktuell Cluj, Famagusta oder Borisov abgesehen - sportlich wie finanziell auf der Strecke und benachteiligt.
Quelle: t-online.de
Political schrieb:
am 4. Februar 2012 um 04:41:27
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Correct
Na toll, ich freue mich auf spannende Begegnungen wie "Luxemburg - Island"
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