01.02.2010, 12:28 Uhr
Christian Träsch jubelt über seinen Treffer gegen Borussia Dortmund. (Foto: imago)Ein StuttgarterYoungster befindet sich auf der Überholspur: Christian Träsch schickt sich an, noch auf den Zug zur WM 2010 in Südafrika aufzuspringen. Der defensive Mittelfeldspieler überzeugte am Wochenende vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und erzielte beim 4:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund einen Treffer.
Seit Wochen gehört Träsch, der sein Länderspieldebüt bei der letztjährigen Asien-Reise gegen die Vereinigten Arabischen Emirate feiern durfte, zu den Leistungsträgern beim VfB. Der 22-Jährige zeigte als einer der wenigen Akteure schon in der Hinrunde beim damals kriselnden Klub konstant gute Leistungen.
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Die Besetzung des zentralen Mittelfelds der Nationalmannschaft an der Seite von Michael Ballack ist noch offen. Die besten Karte scheint derzeit Bastian Schweinsteiger zu haben. Bundestrainer Joachim Löw sagte dem "kicker": "Ich weiß, dass er da spielen möchte, und ich bin davon überzeugt, dass er eine gute Sechs spielen kann." Träsch befindet sich dahinter zusammen mit seinem Mannschaftskameraden Sami Khedira in Lauerstellung. Torsten Frings wurde vom DFB-Coach aus dem Kader gestrichen, Simon Rolfes muss verletzungsbedingt um seine WM-Teilnahme bangen. Seinen Mittelfeldkollegen Thomas Hitzlsperger hat Träsch bereits beim VfB aus der Stammformation verdrängt.
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Ein anderer Jungstar spielt sich derweil bei Borussia Mönchengladbach in den Fokus von Löw. Marco Reus gehört beim Traditionsklub vom Niederrhein zu den Leistungsträgern und könnte dank seiner Dribbelstärke und Schnelligkeit eine wertvolle Alternative für die Nationalelf darstellen. Gladbachs Manager Max Eberl hält große Stücke auf den 20-Jährigen: "Marco Reus kann für Gladbach wertvoller als Marko Marin sein, weil er mehr Facetten besitzt und sich ins System eingliedert“, sagte Borussias Sportchef dem "Express". Reus wirbelt auf beiden Außenbahnen und kann hinter den Spitzen oder als zurückhängender Angreifer eingesetzt werden. Eine Variabilität, die bei einer WM zu seinem großen Pluspunkt werden könnte. Für die Borussia kommt der Techniker in dieser Saison auf eine Bilanz von vier Treffern und drei Assists.
Für DFB-Sportdirektor Mathias Sammer wäre Reus ein Kandidat für Südafrika: "Marco Reus ist ein sehr guter Spieler mit einem sehr guten Bewegungsablauf. Er steht bei uns im Fokus, das ist überhaupt keine Frage." Der Bundestrainer scheint nicht abgeneigt, Newcomern wie dem Gladbacher oder Träsch eine Chance zu geben. "Wir brauchen in der Nationalmannschaft den konsequenten Einbau junger Spieler, und zwar vor den großen Turnieren. Diese Spieler haben zwar nicht die Erfahrung der älteren Profis, aber sie bringen eine hochwillkommene Dynamik in die Mannschaft", sagte Löw.
Quelle: t-online.de
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