30.03.2009, 16:15 Uhr
Klaus Fischer kritisiert Gomez und Podolski heftig. (Foto: dpa)Klaus Fischer hat seine Nachfolger im Sturm der Nationalmannschaft harsch kritisiert. Mario Gomez, der seit dem 26. März 2008 nicht mehr für die Nationalmannschaft getroffen hat, würde der frühere Nationalspieler und einstige Torjäger von Schalke 04 überhaupt nicht mehr aufstellen.
"Er hat jetzt ein Jahr lang kein Tor mehr gemacht. Noch nicht einmal gegen Liechtenstein oder Vorwärts Indien. Der hätte früher nie wieder gespielt. Heute darf ja jeder, der geradeaus laufen kann, in der Nationalmannschaft spielen", sagte Fischer.
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Auch Lukas Podolski, der beim 4:0 gegen Liechtenstein sein 32. Länderspieltor erzielte und damit in der ewigen Torjägerliste mit Fischer gleichzog, bekam in dem Interview mit "Sport1" sein Fett weg. "Er ist im Verein kein Stammspieler, der hätte bei uns nie gespielt", sagte Fischer: "Zählen Sie mal nach, wie viele Tore Podolski gegen gute Gegner gemacht hat. Er trifft gegen Liechtenstein, fünfmal gegen San Marino - dann kommen Sie schnell auf 20 Tore gegen die Kleinen."
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Rückendeckung erhält der in der Kritik stehende Gomez von Fredi Bobic. Der ehemalige Nationalspieler, selbst erfolgreicher Bundesliga-Torschütze, hatte schon zu Beginn des Spiels gegen Liechtenstein eine negative Grundstimmung im Publikum gegen den Stuttgarter ausgemacht. "Es war ein schweres Spiel für einen Stürmer. Gomez bekam weder Bälle noch Raum und konnte sich daher nicht in Szene setzen", schrieb Bobic in seiner "kicker"-Kolumne. Dass sich Gomez derzeit in einer schwierigen Situation im Nationalteam befindet, blieb aber auch Bobic nicht verborgen. "Im Nationaltrikot hat er den ganz großen Durchbruch noch nicht geschafft, das nagt an seinem Selbstvertrauen", so Bobic, "am Samstag wirkte er verkrampft, nicht locker genug."
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Doch der Ex-Stuttgarter weiß auch einen Ausweg aus der Krise: "Ein Schweinetor! Mario muss einfach mal einen Ball ins Tor stolpern - am besten schon am Mittwoch gegen Wales." Und aufstellen würde Bobic den Glücklosen natürlich auch, und zwar aus zwei Gründen: "Zum einen tut sich Gomez in Auswärtsspielen momentan sicher leichter als zu Hause, zum anderen ist es wichtig, dass er die Rückendeckung des Bundestrainers spürt." Dann wird Gomez bald durch Tore seine Kritiker verstummen lassen.
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Quelle: t-online.de , sid
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