12.10.2009, 08:48 Uhr
Die Dienste von Torsten Frings sind in der Nationalelf nicht mehr gefragt. (Foto: imago)Mit einer beeindruckenden Leistung und dem 1:0-Sieg der Nationalelf in Russland ist die WM-Qualifikation gepackt. In Moskau gab es nach dem Spiel nur strahlende Gesichter. Doch es gibt auch Verlierer im erweiterten Kader des DFB-Teams - für einige Spieler wird es immer schwerer, noch auf den WM-Zug aufzuspringen.
So spielt Torsten Frings im Nationalteam keine Rolle mehr. Joachim Löw betonte zwar, dass es keine generelle Entscheidung gegen den Werder-Kapitän gibt, doch der Bundestrainer baut im Mittelfeld offensichtlich auf einen anderen Spielertyp.
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Selbst als Mittelfeld-Konkurrent Sami Khedira für die WM-Qualifikationsspiele gegen Russland und Finnland wegen einer Verletzung absagen musste, verzichtete Löw auf eine Nachnominierung von Frings. Der defensive Mittelfeldspieler schweigt zu dem Thema, seine Leistungen im Klub waren zuletzt gut. Beim Sommermärchen 2006 war Frings der Leader der Nationalelf, bei der nächsten WM ist er wohl nur Zuschauer.
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Zu den Verlierern der abgelaufenen WM-Qualifikation zählt auch Kevin Kuranyi. Der Schalker flüchtete in der Halbzeitpause des Hinspiels gegen Russland (2:1) aus dem Stadion und wurde danach nicht mehr in den Kader der DFB-Elf berufen. Robert Enke verlor aufgrund einer Erkrankung seinen Platz als Nummer eins im deutschen Kasten an René Adler, der sich mit tadellosen Leistungen festspielte. Und auch der Führende der Bundesliga-Torschützenliste, Stürmer Stefan Kießling von Bayer Leverkusen, wird von Löw hartnäckig übergangen. Der Bundestrainer setzt stattdessen auf den Stuttgarter Cacau, der im Klub noch ohne Saisontor ist.
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Dass Löw seine Entscheidungen noch einmal überdenkt, scheint unwahrscheinlich. Der 49-Jährige ist der große Gewinner von Moskau. Das im Luzhniki-Stadion abgelegte Reifezeugnis seiner Mannschaft diente für Löw als Bestätigung, dass er alles richtig gemacht hat. Insgesamt neun Mitglieder des EURO-Kaders gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Stattdessen warf Löw seit der EM gleich 13 Debütanten ins Rennen: Beck, Khedira, Tasci undvor allem Özil sind die Gesichter, die das WM-Team prägen sollen. Scheint so, als könnten Frings und Co. ihren Urlaub für nächsten Sommer schon mal buchen.
Quelle: dpa
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