05.12.2011, 21:05 Uhr
FIFA-Boss Joseph Blatter setzt den DFB unter Zugzwang. (Quelle: dpa)
Joseph Blatter hat vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Einführung des Profi-Schiedsrichters gefordert und hält eine Torkamera als Hilfsmittel schon zur Saison 2012/13 für möglich. Der Präsident des Weltverbandes FIFA kündigte in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung an, dass bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien nur noch Profi-Schiedsrichter berücksichtigt werden. Damit setzt er den DFB massiv unter Druck - die international tätigen Referees aus Deutschland sind derzeit noch berufstätig. ("Her mit dem Profi-Schiri" - ein Kommentar)
"Das ist ein Problem, dass man in Deutschland anpacken muss", sagte Blatter, der die Referees einem "viel zu hohen Druck" ausgesetzt sieht. "Die Italiener, Franzosen, Engländer - sie alle machen es richtig. Es kann nicht sein, dass Schiedsrichter einen Tag nach dem Spiel wieder an ihren Schreibtisch müssen. Sie brauchen Sicherheit, feste Profi-Verträge. Außerdem werden sie so von den Fans und Spielern auch mehr respektiert."
Mit der Forderung des Profi-Schiedsrichters trifft Blatter beim DFB allerdings auf Widerstand. "Natürlich werden wir uns darüber unterhalten. Aber da gehen die Meinungen auch sehr auseinander", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger im hr-fernsehen. "Es geht nicht darum, ob ein Schiedsrichter Profi ist oder Amateur. Sondern darum, ob er gut ist."
Zudem sprach sich Blatter dafür aus, die Arbeit der Schiedsrichter mit technischen Hilfsmitteln zu unterstützen. "Mindestens eines dieser Hilfsmittel muss man jetzt zulassen - und das ist die Tor-Kamera. Es gibt inzwischen Systeme, die Genauigkeit, Schnelligkeit und das Unkomplizierte vereinen. Wir sind so weit, um diese Technik zu nutzen", erklärte der Schweizer. Das International Football Association Board (IFAB) werde im März 2012 in London über das Hilfsmittel abstimmen. "Wenn die finale Entscheidung getroffen wird, kann es ab der Saison 2012/13 eingesetzt werden."
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Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat verwundert, aber grundsätzlich positiv auf die von FIFA-Präsident Joseph Blatter vorgeschlagenen Änderungen im Weltfußball reagiert. "Ich wundere mich, dass Sepp Blatter in seinem Alter noch Revolutionen anzettelt. Vielleicht muss man alt werden, um weise zu sein und Dinge zu tun, die dem Fußball helfen", sagte Rummenigge.
"Die Torkamera ist längst überfällig, damit können man viele Diskussionen beenden. Ich bezweifle allerdings, dass die Schiedsrichter besser werden, wenn man sie höher bezahlt", sagt Rummenigge. "Es gibt ein Alterslimit von 45 Jahren. Sie müssen ja nach ihrer Karriere auch noch etwas anderes machen können."
Schiedsrichter-Obmann Herbert Fandel krisitisierte die Forderung nach Profi-Referees. "Der Profi-Schiedsrichter ist nicht das Allheilmittel. Es geht viel mehr darum, optimale Rahmenbedingungen für die Schiedsrichter zu schaffen. Und dabei ist es wichtig, dass die Schiedsrichter ihr zweites Standbein aufrechterhalten", sagte er. Nach Fandels Meinung sei der Druck für die Referees "viel größer", wenn sie keinen Beruf hätten. "Schließlich wäre ihre Existenz bedroht, wenn sie sich verletzen oder sportlich aus dem Bereich der Profi-Referees ausscheiden müssen.
Zudem hat man auch beispielsweise im Finale der WM 2010 in Südafrika gesehen, dass ein Profi-Schiedsrichter nicht gleichbedeutend mit einer perfekten Spielleitung ist", sagte Fandel. Der Engländer Howard Webb war nach dem WM-Finale zwischen Spanien und den Niederlanden (1:0 n.V.) harsch kritisiert worden.
Quelle: dapd , sid , dpa
Baller schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 21:32:45
(25)
(3)
Blatter
Unsere deutschen Schiri´s liefern alle durchweg gute Leistungen (Fehler macht jeder mal) auch wenn sie keine Profif sind. Herr
Blatter sollte erstmal seinen eignen Saustall (FIFA) aufräumen. Oder will er lieber Profi-Schiri´s weil die leichter zu schmioeren sind (ist man ja von der FIFA gewöhnt)
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