07.09.2008, 09:09 Uhr
Trochowski ist ein torgefährlicher Mittelfeldspieler. (Foto: dpa)Das war so ein Abend ganz nach dem Geschmack des Bundestrainers. Joachim Löw konnte sich freuen über ein frühes Tor, eine Entscheidung zu Beginn der zweiten Halbzeit und vor allem über eine engagierte und starke Leistung seines Teams. "Vorwiegend über unsere linke Seite haben wir gut gespielt", analysierte Löw im Anschluss an den souveränen 6:0-Sieg in Liechtenstein. "Lahm/Trochowski waren schon im Länderspiel gegen Belgien ein gutes Paar. Das haben sie bestätigt", lobte Löw das linke Duo und hob einen sogar noch heraus: "Gerade Piotr Trochowski hat noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Er hat mehr Zutrauen in seine eigenen Fähigkeiten. Er setzt immer mehr um, was er bei uns schon länger im Training gezeigt hat, aber nie so richtig im Spiel."
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Trochowski steht stellvertretend für den Umbruch im deutschen Team. Seit der Europameisterschaft versucht Löw seinem Team ein neues Gesicht zu geben und es vor allem spielerisch zu verbessern. Dafür ist ein Mann wie Trochowski unverzichtbar. Er ist dribbelstark, schnell, verfügt über ein herausragendes Passspiel und besitzt eine gute Spielübersicht.
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Dazu erhöht Trochowski die Qualität der Standards. Von ihm getretene Eckbälle und Freistoßflanken verbreiten eine Gefahr vor dem gegnerischen Tor, wie man sie bei einer deutschen Mannschaft schon lange nicht mehr erlebt hat. Nutznießer sind die kopfballstarken Innenverteidiger wie Heiko Westermann (erzielte sein erstes Länderspieltor) oder auch Serdar Tasci. Beide haben derzeit im Rennen um einen Platz in der Innenverteidigung gegenüber Christoph Metzelder die Nase vorne. Was auch an ihren Offensivqualitäten liegt. Westermann und Tasci unterstützten das neue zentrale Mittelfeldduo Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes immer wieder erfolgreich beim Spielaufbau.
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Und so plant Löw am Mittwoch im Duell mit Finnland wohl keine Umstellungen: "In großen Zügen wird das Team so bleiben. Aber es ist auch möglich, dass man das eine oder andere überdenkt. Wir werden mal sehen, wo die Finnen besonders gut sind. Dann wird man sich überlegen, welche Maßnahmen zu treffen sind. Aber im großen und ganzen wird die Mannschaft so spielen. Sie hat jetzt zweimal gespielt und überzeugt."
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Man darf gespannt sein, wie sich das Team zusammensetzt, wenn die etablierten Platzhirsche Michael Ballack, Torsten Frings, Arne Friedrich und Per Mertesacker zurückkehren. Mit Trochowski, Westermann, Tasci, Hitzlsperger und Rolfes haben gleich fünf Spieler Ansprüche auf einen Stammplatz angemeldet. Und mit Marko Marin, Christian Pander und Patrick Helmes drängen weitere Hoffnungsträger nach.
Quelle: t-online.de , dpa
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