14.10.2009, 10:04 Uhr
Stefan Kießling hat bei Bundestrainer Löw keine guten Karten. (Foto: imago)Noch eine Ohrfeige vom Bundestrainer für Stefan Kießling. Die Enttäuschung des Leverkusener Stürmers war groß, nachdem ihn Joachim Löw nicht für die abschließenden WM-Qualifikationsspiele in Russland und gegen Finnland (ab 17.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) nominiert hat. Doch jetzt musste Kießling auch noch erfahren, dass Löw sogar Bayern-Bubi Thomas Müller gegen Russland den Vorzug geben wollte.
„Thomas Müller war lange eine Überlegung, ihn mit nach Moskau zu nehmen“, sagte der Bundestrainer der „Bild“-Zeitung. „Ich denke, dass er im November bei den Spielen gegen Chile und Ägypten im Aufgebot stehen wird.“
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Deutliche Worte in Richtung Kießling. Der mit sechs Toren treffsicherste Bundesligaschütze der aktuellen Saison hatte sich zuletzt massiv beschwert, keine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen zu haben. "Ich bin enttäuscht und verärgert. „Manchmal frage ich mich: Was habe ich denn falsch gemacht?", verschaffte der 25-Jährige via „Bild"-Zeitung seinem Ärger Luft. „Das letzte Gespräch fand im Februar statt. Seit acht Monaten hat Herr Löw nicht mehr mit mir gesprochen."
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Mit solchen Aussagen dürfte Kießling seine Position bei Löw nicht wirklich verbessert haben. Das beweist die Aussage des Auswahltrainers zu Müller. Während der Bayern-Stürmer gerade einmal in acht Bundesligaspielen sein Können unter Beweis stellen konnte, hat der 20-Jährige seine Einladung zu den Länderspielen gegen Chile und Ägypten bereits sicher. Kießling, der mittlerweile auf 164 Erstligaeinsätze auf dem Buckel hat, zählt für Löw lediglich zum erweiterten Kreis von 30 Kandidaten, die noch auf den WM-Zug aufspringen können.
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Löw zeigt sich bis jetzt resistent gegen die Lobbyismus-Lawine, die das Kießling-Lager in den letzten Tagen losgetreten hat. Da äußerte sich Trainer Jupp Heynckes erst im „kicker“, dann in der „Sport-Bild“ zu seinem Stürmer und kündigte an, das Gespräch mit Löw suchen zu wollen. Sportchef Rudi Völler machte sich unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg der DFB-Auswahl in Russland im Aktuellen Sportstudio für den Angreifer stark.
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Zuletzt haute Berater Ali Bulut in der englischen Boulevard-Zeitung „The Sun“ mächtig auf den Putz. „Stefan hat den Durchbruch geschafft, er ist wie Rudi Völler und ein bisschen wie Oliver Bierhoff. Im Moment spielt ihm alles in die Karten“, so der Kießling-Berater. „Sieben Vereine haben bereits wegen ihm abgefragt, darunter Spitzen-Klubs aus Spanien und England, plus dem FC Bayern. Stefan will zu einem großen Verein wechseln.“ Es klingt ein bisschen danach: Alle europäischen Top-Klubs haben das große Potenzial erkannt, nur der Bundestrainer noch nicht.
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Der gibt gegen Finnland erst einmal Cacau die Chance, sich zu beweisen. Der Stuttgarter hat sich mit starken Auftritten in der letzten Saison für die Nationalmannschaft empfohlen. „Ich glaube, dass ich eine gute Chance habe, in Südafrika dabei zu sein", will der 28-Jährige um seinen Platz kämpfen. Ihm kommt zu Gute, dass er ein gänzlich anderer Spielertyp ist als Kießling. „Er ist schnell, wendig und ideenreich im Umgang mit dem Ball, eine echte Alternative zu unseren Keilstürmern wie Gomez, Klose und Kießling", sagte Löw. Gomez und Klose sind beim Bundestrainer für die WM 2010in Südafrika übrigens gesetzt.
Quelle: t-online.de
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